hab jetzt hier nix gelesen, aber hab hier nen witziges Statement gefunden...
...das was heute als "minimal" bezeichnet wird, ist einfach nur emotionslose und ideenlose musik. emotionen sind genau das, wass dieser musik grundsätzlich fehlt. deswegen ist sie auch so schrecklich langweilig.
bei jedem anderem sound kannst`du sagen, was du bei der musik fühlst. du fühlst trauer oder sehnsucht oder hass oder wärme oder spass what ever... selbst bei den urmeistern von minimaler musik, bei kraftwerk, fühlst du die emotionslose kälte. ja selbst dabei kannst du was fühlen. wenn du jedoch das heutige minmalzeugs hörst, das ist nix zum fühlen, nur leere...
reduzierte musik als höchste form von musikkunst? pah, das müsste erstmal was da sein, was reduziert werden könnte. aber da ist nix... denen fällt nix ein. nur billige, immer gleiche rhythmen und ab und zu ein pips oder klack.
(es gibt sicher auch viele gute minimale stücke. (i love maurizio, er ist gott!) ...doch selbst dann macht's immer noch die mischung)
minimal sind "des kaisers neue kleider" (remember der alten geschichte?) ...und weil alle ganz cool sein wollen, läuft die coole scheisse überall. und weil die ganze szene samt macher "druff" ist, läuft auch kaum anderes mehr.
minimal funktioniert auf koks. wer hier in berlin auf minimal geht, geht nicht zum feiern, sondern zum koksen. alle sind total cool... alle sind total erfolgreich... alle sind total überlegen... alle sind total gut angezogen... alle sind total überlegen... jeder ist sich selbst der grösste (incl. der djs, veranstalter und dem ganzen backstagepack! viele parties werden doch nur noch gemacht, damit man sich nen möglichst grosses backstage für die ganzen coolen "bändchenträger" leisten kann).
... klingt alles ein wenig übertrieben. nee ist ja glücklicherweise noch nicht überall so. aber es wird immer schlimmer. ich habe lange dazu geschwiegen... doch mir langt es! vor eins zwei jahren, da wurde wenigsten noch darüber gejammert. heute sind die meisten leute aus meiner berliner szene selbst druff oder sie haben resigniert und bleiben lieber zu hause. tendenz steigend.
nicht die musik ist das problem, sondern das scheiss koks! nicht das ich grundsätzlich was gegen das zeugs habe. aber es dominiert unsere parties. und da gehört es eigentlich nicht. da kann man vielleicht gut drauf labern und so. mal cool mit nem sektglas in der hand (oder besser champagner) ne coolen stehtanz machen. aber mit abfahrt und ekstase geht da nix...
doch das zeugs ist auf dauer zum glück zu teuer und so bin ich hoffnung, dass es mit dieser mode auch irgendwann wieder vorbei geht. und dann verschwindet auch dieses langweilige minimalgelangweile wieder und man läuft nicht mehr gefahr, von einem koksenden dj über stunden mit klick........................................................und später mal nem klack gelangweilt zu werden.
bis samstag! der wolle
http://www.tekknozid.de
und auf
ach egal minimal oder maximal
ummarmt euch alle und dann is gud /public/style_emoticons/default/d.gif...
kam folgende Antwort:
guter spruch,geht aber auf koks nich... da kannste höchstens rammeln. mit liebhaben iss nich!
aber ich wollte damit eigentlich keine grundsätzliche drogen- oder musikdiskussion entfachen. natürlich ist es meistens ne frage der menge und der dosierung.
das gilt für die musik genauso wie für die drogen.
koks geht mir nur deshalb so auf den nerv, weil es von anfang an genau das gegenteil von dem bewirkt, was techno und house für mich bedeuten. das sich das zeug wieder durchgesetzt hat, ist die konsequenz aus vielen dingen, die falsch gemacht wurden (zu helles licht, zu wenig nebel, zu kleine tanzflächen, zu hohe bühnen, zuviel poppiges ... aus dem gemeinschaftserlebnis wurde wieder der egotrip.
was drogen und die musik ein wenig unterscheidet: der richtige mischkonsum in der musik belebt meistens ne party. solche "nur schranzparties" können und sind meist genauso öde, wie die langweiligen minimalparties...
mir ist es völlig egal, wie lange irgendwer gebraucht hat, um nen stück zu produzieren. ja, nen bootytrack ist meist nicht mehr als ne (meist dreckige idee), die wer einfach mal nur so hingerotzt hat. da wird nicht lange gefeilt. aber was dabei zählt ist die idee und die hat meist humor! das hat für mich aber mehr wert, als wenn sich nen anderer für wochen in seine studio einschliesst und ne sache solange ausfeilt, bis nix mehr davon übrig ist (so wird minimal meist produziert).
die sache mit dem "fühlen" ist nicht unbedingt ne frage von geschmack. wenn nen stück wirklich gut gemacht ist, dann kannst du fühlen, was der produzent fühlte oder ob er überhaupt was ausdrücken wollte. das funktioniert selbst bei musik, die sonst gar nicht dein ding ist (zb. nirvana, oder selbst ne opernarie von maria callas). das heisst nicht, dass es dir gefallen muss. aber wenn`s ehrlich ist, kann man es zumindest respektieren.
Quellemeiner Meinung nach nen bissle sehr vorurteilsbehaftet...aber euren Meinungen würden mich interessieren