Köln als "Karnevals- und Paradenstadt" ist aber auch nicht die optimale Lösung. Alle Großveranstaltungen in Köln, egal ob nu Karneval, Kölner Lichter oder der CSD, haben in jahrelanger Arbeit mit der Polizei und der Stadt ihre eigenen Konzepte erarbeitet, wie man die Besuchermassen richtig lenkt und alles so schmerzfreu wie möglich gestaltet. Und gerade bei den Kölner Lichtern kommen 1,1 Mio Leute, die alle vor der Veranstaltung langsam auflaufen und dann nach Ende des Feuerwerks schnell gehen wollen. Aber halt da "mal eben schnell" ein Konzept auf die Beine zu stemmen, weils halt nun vielleicht in Duisburg nicht klappt....ich denke das ist genau der falsche Weg. Blinder Zweckaktionismus hat noch nie wirklich was gebracht.
Ich kann der Argumentation nicht ganz folgen...
Dass die LoPa jetzt schnell nach Köln umziehen soll, sagt ja keiner /public/style_emoticons/default/wink.gif...
Aber wie du schon selbst sagst, Köln hat seit Jahrzehnten Erfahrung in Sachen Umzügen und Paraden. Vielleicht seh ich das zu einfach, aber ich glaube dass sich die LoPa und ein Rosenmontagsumzug zumindest von der Durchführung nicht ganz unähnlich sind. Nach der LoPa wollen auch ca. 70-80% der Leute nach der Parade sofort wieder abreisen, da ist es doch gut, wenn die Polizei quasi ein seit Jahrzehnten erprobtes Konzept aus dem Hut zaubern kann und z.B. nicht so dumm dasteht wie die Polzei Dortmund vor zwei Jahren ("Oh scheisse, wir haben ja gar nicht dran gedacht, dass die jetzt alle wieder nach Hause wollen... Hmm... okay, dann schließen wir einfach mal den Bahnhof ab und gucken was passiert").
klar, grundlegend hat köln erfahrung mit den einzelnen veranstaltungen....die wissen aber auch dank jahrelanger erfahrung wie die jeweilige zielgruppe tickt! bei rhein in flammen wissen die genau wieviel prozent der leute nach hause wollen, bei karneval wissen die das und beim csd auch und so weiter.....bei der LoPa würden die zwar einen reichen Erfahrungsschatz haben, auf den sie zurückgreifen könnten, ABER es wäre trotz allem eine frische Veranstaltung und man könnte nicht sagen "ja, die letzten 3 Jahre lief das ja auch schon so und so, da müssen wir hier und da noch nachbessern". Es würde so oder so alles nicht wirklich reibungslos ablaufen, soviel ist sicher.
bei rhein in flammen laufen 1,1 mio leute den ganzen tag über langsam nach köln rein und wollen nach dem feuerwerk postwendend wieder abreisen...dementsprechend wird am hauptbahnhof die masse kanalisiert und quasi nach farben geordnet (richtung düsseldorf rot, richtung aachen gelb, und so weiter).
an karneval hingegen ist die ganze sache auf eine dauerhafte belastung ausgelegt, da ja quasi da 5 tage lang die luft brennt...da wird nicht sonderlich viel kanalisiert, ausser an rosenmontag und weiberfastnacht.
der csd hat z.B. die eigenheit, das da nachts um 3 nochmal der große schwung an leuten nach hause will, weil bei denen nach der parade und den parties danach um diese uhrzeit dann der leistungsknick kommt.
das sind halt alles erfahrungswerte mit denen die polizei da arbeitet.....bei den ersten veranstaltungen von rhein in flammen z.B. war das verkehrskonzept in köln eine einzige katastrophe. da ging NICHTS mehr.