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Cocoon Club vor Insolvenz


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446 replies to this topic

#271
o00o

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Der Väth boxt sich da schon durch:

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(Irgendwie sieht dieses Artwork nicht zufällig gewählt aus.
Das Cocoonlogo ist auch seit ein paar Seasons nicht mehr vorne drauf :gruebel: )

Edited by o00o, 13. Nov. 2012 - 15:38 Uhr.

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Ich hab wirklich schon ne Menge zusammenhangslose Scheisse in meinem Leben gelesen aber das ist ein ganz neues Level.

 


#272
Murasame

Murasame

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ach leute.......
....das partymotto hieß Green(dt.: grün, wie wiese)&Blue(dt.: Blau, wie Wasser) /public/style_emoticons/default/heureka....

deswegen fand die party ja auch in einem schwimmbad statt, viel liegewiese (grün) und wasserbecken (blau) inkl. sprungturm usw.
dann wechselte der betreiber des schwimmbades und die aussenanlage war nicht mehr betriebsbereit, da der neue besitzer/betreiber kein schwimmbad mehr möchte.
man sucht übergangsweise eine ausweichlocation auf einem armeegelände (dies war eine notlösung, dort gab es gar nix was grün oder blau war).
dann ging es an den langener waldsee (grün&blau), eine wahsinns location. dort war aber die logostik ziemlich bescheiden. also wieder zurück ins schwimmbad un planschbecken aufgestellt.
das hatte aber, verständlicherweise, keinen flair mehr und da man keine neue location auftreiben konnte die alles vereint, wurde die green&blue nach 10 jahren beendet.


Ja, guck! Da ist man doch gleich viel schlauer :)
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#273
studdi

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sehr schön erklärt. jetzt müsste es jeder verstehn :D
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#274
kari

kari

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Der Love Family Park hingegen wird aber mit Sicherheit nicht so schnell eingestampft werden wie die Green & Blue.


der lfp wird und wurde nicht von cocoon events veranstaltet, cosmopop ist va, die machen z.b. auch die timewarp

und das der cocoonclub, bzw. das ufo building in dessen erdgeschoss sich der club befindet dem väth gehören soll, da muss man schon "etwas" naiv sein um das zu glauben. der club selbst musste monatliche mieten an die goldman holding bezahlen die wohl jenseits von gut und böse waren.

Hier kann man z.B. sehen was der qm kostet ;)

der club hat mit den 2 restaurants knapp 2700qm...kann sich ja jeder selbst überschlagen was der im monat miete kostet ohne irgendwelche nebenkosten.

Edited by kari, 13. Nov. 2012 - 22:42 Uhr.

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usbrm1t.jpgAktuelles Set: Anders Vernsähen - USB Festival 2015 Contest [WNT15]


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#275
..:Tanja:..

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clubinhaber ist aber auch nicht gleich immobilieninhaber. in den meisten fällen ist die räumlichkeit doch gepachtet
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#276
fruchti-jr

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Liebe Freunde des CocoonClubs!



Es ist an der Zeit, mich an euch zu wenden. Viele haben sich gewünscht, dass ich zur Abschlussveranstaltung des CocoonClubs am 30. November noch ein letztes Mal spielen sollte. Diesem Wunsch kann ich leider nicht entsprechen. Ich möchte aber die Gelegenheit nutzen, euch über die Hintergründe meiner Entscheidung zu informieren und gleichzeitig auch die Frage beantworten, weshalb ich mir mit meiner Stellungnahme Zeit gelassen habe.



1) Bereits vor Beginn des Insolvenzverfahrens habe ich ein Booking im Ausland angenommen. Vertraglich fixierte Bookings kurzfristig abzusagen und damit den Veranstalter in finanzielle Nöte zu bringen, und auch meine dortigen Fans vor den Kopf zu stoßen entspricht nicht meinem Geschäftsgebaren.



2) Während des schwebenden Insolvenzverfahrens ist es mir aus juristischen Gründen nicht möglich gewesen, mich öffentlich dahingehend zu äußern, dass meine Birthday Celebration gleichzeitig mein letzter Auftritt im CocoonClub war, denn diese Ankündigung hätte im Falle der Fortführung des Clubbetriebs geschäftsschädigend sein können.



3) Im Zusammenhang damit gibt es weitere interne Aspekte, welche ich nicht öffentlich diskutieren werde. Acht Jahre lang habe ich mich als Aushängeschild präsentiert und meinen Part im Cocoonclub bis zuletzt erfüllt. Ich habe für den Club geworben, habe Künstler nach Frankfurt eingeladen und übrigens in den letzten Jahren nahezu alle Gigs ohne einen Cent Gage gespielt.



So enttäuschend es für euch sein mag – auch mir fällt es nicht leicht, Abschied zu nehmen. Ich bitte euch in Anbetracht der Ereignisse, meine Entscheidung zu respektieren, denn es wird weitergehen in Frankfurt, für mich, mit euch!



Euer Sven


quelle: cocoon.net

da war de babbe wohl nich so zufrieden mit der zusammenarbeit wenn man punkt 3 mal n bisschen weiterspinnt.
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tränen in den augen beim scheißen, doch vernunft kommt nach dem gefühl

#277
Mike

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Sehr löblich das er da umsonst gespielt hat... Das dürfte ihn an den Rand einer Privatinsolvenz geführt haben...
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#278
fruchti-jr

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:lol: wir können ja die diesjährigen n1 spenden weiterleiten für seine karitativ aufopferungsvolle arbeit in einem sterbenden club :coolsmoke:
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tränen in den augen beim scheißen, doch vernunft kommt nach dem gefühl

#279
o00o

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Naja wenigstens ein Statement. Das gar nix kam fand ich schon sehr schräg. Übrigens hatte er damals auf facebook seinen B-Day direkt auf den Ticketvertrieb verlinkt nicht auf die Cocoonseite. Das fand ich schon damals komisch. Normalerweise bastelt man da doch ne dicke Promotionseite.
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#280
Giuseppe

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closing 30.11.... hm...
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#281
Clubfreak

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Neuer Mieter ab Feb 2013

http://www.journal-f...brik=9&id=17286

Edited by Clubfreak, 19. Nov. 2012 - 13:52 Uhr.

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Listen on Soundcloud.com

Harri Nemmesis Homeppage
Harri Nemmesis @ Soundcloud
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Next Gigs:

25.01.19 WWDNT Volume 3 @ Wiesbaden

 


#282
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dann sind wir mal gespannt ...
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#283
St-S

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oha, bin ebenfalls gespannt :)

So wie ich Väth's Statement und der Artikel in der Rundschau liest könnte man ja fast meinen dass Väth und Club sich gar nicht so lieb gehabt haben in den letzten Jahren...
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#284
..:Tanja:..

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ja klingt irgendwie nach "unüberbrückbare Differenzen"
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#285
Speedfreak

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ja un das scheuklappendenken mit nur Techno darf dort laufen war au nich sehr förderlich...
bin au ma gespannt was des gibt mit dem neuen
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#286
TechMac

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"Unter Sven Väths Fokus auf Techno seien manche Künstler nicht gebucht worden. "Bestimmte Musikrichtungen waren mit ihm nicht möglich. Kein Trance, kein Paul van Dyk, keine Discoboys."


wow jetzt kann ichs ja kaum noch abwarten bis der club wieder aufmacht um da stammgast zu werden. die disco boys- endlich qualitativ gute und inovative elektronische musik!


btw: svens fokus auf techno? also samstag war da eigentlich nie was mit techno u ansonsten hat sichs auch immer nur mehr oder weniger im cocoon/minimal bereich bewegt. erst seit es die clr nights gab wurde es mal technoider!

Edited by TechMac, 19. Nov. 2012 - 15:08 Uhr.

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#287
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jeder hat seine eigenen handschrift - wieso sollte man sich da seinen club nicht danach gestallten?
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#288
Speedfreak

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naja aber damit heutzutage nen Club zu halten is au nich grad "leicht"
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#289
Sebastian Groth

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Hallo Leute,

zu dem leider schlecht recherchierten Artikel der im Netz zu finden ist, möchten wir ein paar Sätze sagen:

Der Cocoonclub wird nicht wieder öffnen!
Es wird voraussichtlich in den Räumlichkeiten des jetzigen Cocoonclubs mit einem neuen Club, neuen Betreibern und einem neuen Namen weitergehen.

Dieser Club wird nichts mit Cocoon zu tun haben und auch Sven wird darin nicht involviert sein.

Wir versuchen NICHT mit einer scheinbaren Closingparty Profit zu schlagen, der Cocoonclub wird am 30.11 ein letztes Mal seine Türen öffnen.

Auch wir wissen nicht wie es danach weitergeht!


Euer Cocoonclub Team


und das mit dem " nur Techno" ist ja auch für den arsch. Wenn gab es maximal einmal im monat Techno, und dann auch nur so Adam Beyer geklicker. Das Techno wieder zurück ist ist am cocoon ja komplett vorbei gegangen. Erst als die ende letztes jahr gesehen haben das CLR gut gelaufen ist hat dann dieses Jahr ab und an mal acts wie Gayle San oder so gebracht...
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#290
St-S

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"nur Techno" wohl im sinne von cocoon techno. :D Aber im Artikel steht ja "kein trance" usw, aber grade die parties waren ja dieses jahr wohl die die für das meiste aufsehen gesorgt haben. Da hat sich der CocoonClub wohl dann doch gegen Sven durchgesetzt. Ich meine Trance ist ja nun auch noch lange nicht so schlimm wie diese "VIP roter Teppich Schüler parties" die ich dort mal angekündigt gesehen habe. Das geht halt echt gar nicht für so nen laden :lol:
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#291
Murasame

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Der Sven hat doch selber früher geilen Trance gespielt. Trance ist auf jeden Fall tausend mal besser als dieser Cocoon "Techno". Dieser komische klicker-klacker lahmarsch Kram erinnert mich viel mehr an House, als an Techno.

So Hintergrundmusik in Reportagen. Das käme auch noch hin.

Edited by Murasame, 19. Nov. 2012 - 18:07 Uhr.

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#292
Speedfreak

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Der Sven hat doch selber früher geilen Trance gespielt. Trance ist auf jeden Fall tausend mal besser als dieser Cocoon "Techno". Dieser komische klicker-klacker lahmarsch Kram erinnert mich viel mehr an House, als an Techno.

So Hintergrundmusik in Reportagen. Das käme auch noch hin.

:strahl: Fahrstuhlmusik :lol:
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#293
Murasame

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Ah ja, genau. Das trifft es :)
Selbst bei meinem Friseur läuft bessere Musik als im Cocoon :lol:
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#294
kari

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ja un das scheuklappendenken mit nur Techno darf dort laufen war au nich sehr förderlich...
bin au ma gespannt was des gibt mit dem neuen


bitte? grade im micro lief doch oft genug rnb und so n shit...
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#295
Vulture

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Cocoon Club Die Party ist aus - und geht weiter

02.12.2012 · Schlangestehen zum Abschied: Die letzte Nacht des Cocoon Clubs erinnert an die gute alte Zeit des Techno. Die ist vorbei, der Club ist insolvent. Neue Zeiten haben begonnen.
Von Markus Klein
Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (1)
Cocoon - Der legendären Technoclub des weltbekannten Frankfurter DJs Sven Väth. © Eilmes, Wolfgang

So etwa wurde im Cocoon Club getanzt, wenn DJ Sven Väth auflegte

Schon drei Stunden. „Ich kann meine Zehen nicht mehr spüren“, hört man einen der vielen Drängenden, die der Kälte trotzend anstehen, um zum letzten Mal im Cocoon Club zu feiern. „Einlassstopp“. Etwa 200 Wartende erstarren, als der Türsteher das ruft, um halb drei Uhr morgens. Die meisten geben auf, Enttäuschungen murmelnd oder Beschimpfungen. Ein paar Optimisten bleiben und wippen mit den verfrorenen Füßen. Nichts lässt darauf schließen, dass es den Cocoon in ein paar Stunden nicht mehr geben wird. Die Riesendisko im Fechenheimer Industriegebiet, weltbekannt, ist insolvent, nach acht Jahren und viermaliger Kür zum besten Technoclub Deutschlands. Was ist geschehen?

“Am Anfang war es jedes Mal so voll“, sagt eine Frau Mitte dreißig. Sie aber warte zum ersten Mal so lange, da sie die Betreiber von früher kenne und sie häufig auf der Gästeliste stehe. Heute habe sie niemanden erreichen können. Auch ihre Clubkarte habe sie vergessen. Der Türsteher lässt die Argumente nicht gelten. „Man hätte mehr Geld verlangen sollen“, sagt die Frau daraufhin. „Ein höherer Preis hätte gleich aussortiert.“ Wer wirklich im Cocoon feiern wolle, würde auch 50 Euro bezahlen.
Cocoon - Der legendären Technoclub des weltbekannten Frankfurter DJs Sven Väth. © Eilmes, Wolfgang

DJ Sven Väth feierte 2004 im Cocoon Club seinen 40. - und legte selbst auf

Unter den Umstehenden verziehen einige das Gesicht zu einem skeptischen Blick, andere nicken. Tendenziell sind die Skeptiker jung, die Nickenden älter. Kein Wunder: Die ersten Jahre galt das Haus als Exklusivclub mit harter Türpolitik. Wer reinkam, fühlte sich privilegiert. Ein Mann Ende dreißig, „schon immer Cocoongänger“, sagt er, macht die Türpolitik für die Insolvenz verantwortlich. „Man hätte nie anfangen sollen, besoffene Jugendliche reinzulassen, die pöbeln statt zu tanzen.“

Um halb fünf lässt der Türsteher die letzten, die noch anstehen, doch noch in den Club. Es ist immer noch voll. Nicht mehr komplett, im Rundgang um die Tanzflächen ist Platz, aber nicht auf den Tanzflächen selbst. Der Boden vibriert vom starken Bass der Musikanlage, die einmal 700 000 Euro gekostet hat. Das wärmt die Zehen auf. Ein blondes Mädchen mit Minirock und engem Top, Mütze und Sonnenbrille, schafft sich mit stolzierenden Schritten einen Laufsteg.
Einstiger Newcomer legt auf

Auf der DJ-Kanzel, die wie ein landendes Raumschiff in den Raum ragt, legt Dominik Eulberg auf, Newcomer des Jahres 2004 (“Groove Magazin“), Durchbruch beim Plattenlabel des Clubs, Cocoon Records. Das Publikum, das die Lieder des Vierunddreißigjährigen feiert, ist gut durchgemischt. Das Alter der Feiernden lässt sich bei eingeschalteter Nebelmaschine im Stroboskop-Licht und Trockeneisdunst höchstens aus der Wahl der Kleider ableiten. Alle tanzen, alle Altersklassen, verschiedenste Stile. Alle feiern den DJ, gemeinsam. So war es lange nicht mehr, und so bleibt es auch nicht.

Als Eulberg mit seinem Set fertig ist und sich der Club ein wenig leert, ist es deutlich zu sehen: Gruppen bilden sich, besonders an den hellen Theken im Rundgang um die Hauptfläche herum. Betrunkene rempeln sich gegenseitig an, immer wieder müssen die Sicherheitsleute einschreiten und jemanden vor die Tür bringen. Die kleinere, zweite Tanzfläche füllt sich zunehmend, die Musik gleitet hier sanfter und melodischer, im Hauptraum dominieren weiter tiefe, feste Bass-Strukturen. Beides nennt sich Minimal. Im überfüllten kleinen Raum feiern die jüngeren Technoadepten, Leute, die in den Neunzigern jung waren, sind im Hauptraum. Sven Väth, der Gründer des Cocoon Clubs, ist nicht da. Wegen eines schon vor einem Jahr vereinbarten Auftritts im Ausland, und wegen „interner Aspekte“, wie er vergangene Woche mitteilen ließ.

Väth, 1964 geboren, kam im Alter von 21 Jahren mit seiner zweiten Single „Electrica Salsa“ bereits europaweit in die Charts. In Frankfurt legte er zunächst in der Flughafen-Disko „Dorian Gray“ auf, 1988 gründete er in der Innenstadt das „Omen“, einer der ersten Technoclubs in Deutschland. Ganz anders als im Cocoon Club war es dort, düster und dreckig, immer wieder war das Omen wegen Drogen im Gespräch. Das Parkhaus an der Junghofstraße, in dem der Club beheimatet war, wurde 1998 abgerissen, 2004 eröffnete Väth an der Carl-Benz-Straße den Cocoon Club. Väth, damals 40 Jahre alt, erklärte vor der Eröffnung auf einer Pressekonferenz, er wolle einen schicken Club für Menschen in seinem Alter schaffen. Auch unter ihnen gebe es Leute, die feiern wollten und nicht spießig seien. Und die können sich in der Regel auch höhere Preise bei Eintritt und Getränken leisten.
Goodby Cocoon - Letzte Party im legendären Technoclub des weltbekannten Frankfurter DJs Sven Väth. © Eilmes, Wolfgang

Auch am letzten Abend harrten Technofans vor dem Eingang des Cocoon Club aus - bei minus 4 Grad

Das Cocoon-Konzept war edel und ist es noch. Ein Wiesbadener Designbüro entwarf die Inneneinrichtung, die wabenförmigen Sitznischen in den Wänden, die hohe, biomorph geformte DJ-Empore, die Ledersessel. Außerdem befanden sich zwei Restaurants im Gebäude. In einem, dem „Silk“, wurde im Liegen auf weißen Polstern gegessen, es gab Gourmetküche vom Koch Mario Lohninger, einem Freund Sven Väths, der bis dato in Amerika gelebt hatte. Freitags und samstags war der Club zum Tanzen geöffnet, unter der Woche das Restaurant, und es fanden Unternehmensfeiern statt, Galadiners und Modenschauen. Das Veranstaltungsgeschäft brach mit der Wirtschaftskrise ein, die Kosten blieben. Die Musik entwickelte sich weiter, junge Technofans kamen nach, passten aber nicht mehr zum Luxusambiente. Die Restaurants litten darunter, keine Terrasse zu haben, im Sommer blieben sie so gut wie leer. Im vergangenen Frühjahr gab Lohninger auf, im September dann meldete der Club Insolvenz an.
Musik hat sich gewandelt - Publikum auch

An der Wirtschaftskrise alleine wird es wohl nicht liegen. Techno boomt wieder, in kleineren Kellerclubs, jüngere DJs sind am Start. Ein Nutzer des Homepage-Forums des Cocoon Club bemängelt, dass das Haus sich nicht umstellte: „Hätten se mal die New Generation of Techno dort spielen lassen wäre alles gut“, schreibt „Michi TechNoize“.

Die Musik hat sich gewandelt, und auch das Publikum: „Die jungen Leute sind nicht mehr bereit, zehn Euro für einen Longdrink und 20 Euro Eintritt im Cocoon zu bezahlen, wenn derselbe DJ für einen Bruchteil in einem anderen Club zu sehen ist.“ Das sagt in der letzten Nacht in Fechenheim an der Bar ein 25 Jahre alter Hobby-DJ und Minimal-Fan. Der in der Szene hochgelobte Ricardo Villalobos zum Beispiel sei dieser Tage im „Club der Visionäre“ in Berlin gewesen, fünf Euro Eintritt, ein Bruchteil dessen, was in im Cocoon immer zu zahlen war. Der Luxusclub verabschiedet sich, „für immer und ohne geplantes Comeback“, so steht es auf seiner Internetseite. Der Techno aber verabschiedet sich nicht. Die Musik ersteht auf, wie sie begonnen hatte: in den kleinen Kellern der Städte, in Frankfurt zum Beispiel im Tanzhaus West. Und Sven Väth? Vielleicht will er dabei sein. „Es wird weitergehen in Frankfurt, für mich, mit euch!“ Das schreibt er auf der Cocoon-Homepage. Gestern war sie noch im Netz.

Quelle: F.A.S.



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#296
Murasame

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#297
Vulture

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Ja, hatte auch schon überlegt, ob das "unser" hier vom USB ist. :lol:
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#298
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#299
Speedfreak

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wollts au grad schreiben tanja :lol: wenn michi un technoize kanns ja eigentlich nur er sein :rofl:
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#300
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und die aussage an sich .. die art und weise ... das is alles michi :D
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