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btw. ist wertvoller teil der gesellschaft auch sehr objektiv gedacht in dem falle und nicht zynisch gemeint oder so.
was würde denn besser wenn er nach 10 statt 5 jahren rauskäme? der forderung folgend kann dieser mensch niemals wieder einen mehrwert für die gesellschaft erbringen (höchstens das gegenteil) und in diesem sinne wäre die todesstrafe die logische schlussfolge am ende dieser gedankenkette?
nein, wäre sie nicht, weil man sich dann auf die gleiche stufe wie der täter stellt und eigenmächtig unter dem vorwand einer gesetzgebung das leben des täters beenden würde. ich bin kein befürworter der todesstrafe. meiner meinung nach ist es so, das jemand der unter den bei dieser tat vorliegenden gesichtspunkten für den tod eines anderen menschen verantwortlich ist, jegliches recht verwirkt hat ein teil der in freiheit lebenden gesellschaft zu sein. er bringt keinen mehrwert sondern ist eine emotionale mehrfachsprengladung, die in einer eventuell gleichen oder ähnlichen situation wieder explodieren kann. und so jemand hat nicht in der gesellschaft herum zu laufen.
Erst mal vornweg: Ich verabscheue Gewaltverbrechen jeglicher Art. Gewalt ist mit das schlimmste was man anderen Menschen antun kann. In dem Fall war es besonders perfide wenn man sich die ganzen Begleitumstände anguckt, und rein emotional wünscht man den Tätern natürlich die Pest an den Hals. Aber dennoch unterstelle ich den Tätern nicht, dass sie bei vollem Bewußtsein und mit voller Absicht gezielt jemanden totprügeln wollen. Bei sowas spielen eben auch Dinge wie z.B. Rausch und Gruppendynamik eine Rolle. Auch wenn man emotional betroffen ist, man sollte nicht nur schwarz und weiß urteilen, und es ist gut dass der Gesetzgeber Möglichkeiten dafür geschaffen hat zu differenzieren.
Fruchti hats ja schon gesagt, es wäre interessant das genaue Urteil zu lesen und was alles berücksichtigt wurde.
Zum eigentlichen Quote: Ich bin da eher Fruchtis Ansicht, dass es prinzipiell richtig ist, dass der Rechtsstaat jedem die Möglichkeit zu Resozialisierung einräumt. Es gibt auch sehr viele Beispiele wo das erfolgreich gelungen ist, auch bei Gewaltverbrechern. Natürlich gibt es auch einen nicht gerade geringen Anteil wo das scheitert, gar keine Frage. Aber soll man wegen diesen Leuten nun jedem Menschen (selbst bei Bereuung seiner Tat und vorhandenem Willen zur Resozialisierung) diese Chance kategorisch verweigern? Es ist sicher nicht alles gold was glänzt, aber für die besonders harten Fälle hat der Gesetzgeber das Instrument der Sicherungsverwahrung geschaffen. Ich finde es prinzipiell richtig (wie gesagt, es ist sicher nicht alles gold was glänzt) dass jeder eine zweite Chance erhält wenn er bereit ist sie zu nutzen, und dass man für die Leute die das nicht wollen und eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen eine Sicherungsverwahrung verhängt.