Für ein Internetradio-Forschungsprojekt suchen Wissenschaftler der Universität Dortmund bundesweit Hobby-DJs. Sie sollen über das Internet ein zweistündiges Musikprogramm zusammenstellen. Vom 1. September an wird dieses Programm dann ein Mal parallel zu zwei Konkurrenz-Programmen anderer Hobby-DJs im Internet ausgestrahlt. Wer die meisten Hörer hat, kommt eine Runde weiter. Der Radio-Wettstreit soll drei Monate dauern, wie die Universität heute mitteilt.
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Mit dem DJ-Wettstreit will der Lehrstuhl für Kommunikationstechnik ein Verfahren testen, das später ein persönlich zusammengestelltes Radioprogramm im Internet ermöglichen soll. Radioanbieter fungieren dabei als "Medienmakler", die vom heimischen PC aus Inhalte etwa von Musiklabels oder Nachrichtenagenturen zusammenstellen. "Den Nutzern steht dann nicht mehr nur das Angebot verschiedener Sender zur Verfügung, in dem sie durch 'Zapping' die für sie interessanten Inhalte zusammensuchen müssen", erklärte Harald Gebhard vom Informatik Centrum Dortmund. Die Nutzer könnten sich dann vielmehr individuell ein auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenes Programm selbst zusammenstellen.
Nutzer könnten beispielsweise ausgewählte Sportnachrichten mit einer Musikrichtung und individuell zugeschnittenen Börsennachrichten zu einem personalisierten Radioprogramm kombinieren, so Gebhard weiter. Finanziert werden könne so ein Radioprogramm über Werbung oder Entgelte. An dem Pilotprojekt ist unter anderem die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) beteiligt. (dpa) / (anw/c't)
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