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Kategorie ein/ausklappen Niedrigere Haftstrafen für U60-Türsteher

gepostet von:  Brain Sucker @ 07. Jul. 2014 - 13:09 Uhr
Niedrigere Haftstrafen für U60-Türsteher

Mit mehrjährigen Haftstrafen ist am Montag der zweite Prozess um den gewaltsamen Tod eines Gasts im Frankfurter Techno-Club U60311 zu Ende gegangen. Verurteilt wurden die Täter nun nicht mehr wegen Totschlags, sondern wegen Körperverletzung.

Das Landgericht sprach am Montag die höchste Strafe von sieben Jahren und neun Monaten gegen einen 38 Jahre alten ehemaligen Türsteher des inzwischen wegen Insolvenz geschlossenen Techno-Clubs U60311 aus. Sein sechs Jahre jüngerer Kollege erhielt sechs Jahre Haft. Beide wurden wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt.

Die beiden Türsteher hatten im April 2011 einen Diskotheken-Gast ohne erkennbaren Anlass getreten und geschlagen: der 31-jährige John Lee Heath erlag wenige Tage später seinen Verletzungen. Die Tritte des 38-Jährigen in den Bauch des Briten seien die Todesursache gewesen, entschied das Gericht.

Tat machte bundesweit Schlagzeilen

Die brutale Attacke auf Heath hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, vor allem weil die Türsteher das lebensgefährlich verletzte Opfer einfach vor der Tür abgelegt hatten. Seine Freundin rief schließlich den Krankenwagen, der den Mann in die Klinik fuhr.

An der Tat am Ostermontag 2011 waren insgesamt vier Männer beteiligt. Zwei Türsteher sorgten offenbar dafür, dass niemand dem Briten zu Hilfe kommen konnte. Einer von ihnen war bereits in erster Instanz vom Landgericht rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der andere, der zur Tatzeit noch ein Jugendlicher war, wurde am Montag wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung zu vier Wochen Dauerarrest verurteilt. Die gelten bereits als verbüßt, weil er mehr als zwei Jahre in Untersuchungshaft saß.

Erstes Urteil wegen Formfehler aufgehoben

Das erste Urteil vom September 2012 hatte auf gemeinschaftlichen Totschlag gelautet. Die beiden Haupttäter waren damals zu zehneinhalb und neun Jahren Haft verurteilt worden. Doch der Bundesgerichtshof (BGH) hob im November vergangenen Jahres das Urteil wegen Formfehler auf und ordnete ein neues Verfahren an. Die BGH-Richter hatten moniert, dass in dem Urteil von einer Spontanität die Rede war, aber gleichzeitig davon ausgegangen worden sei, dass die Täter den Tod des Briten billigend in Kauf nahmen. Beides, so die obersten Richter, gehe nicht. Sie hoben deshalb die Strafen auf.

In 27 Verhandlungstagen versuchte das Landgericht Frankfurt nun in zweiter Instanz den Sachverhalt aufzuklären. Sämtliche Zeugen mussten nochmal vernommen und die Beweise für und wider Totschlag neu abgewogen werden. Die Richter wiesen schon vor der Urteilsverkündigung darauf hin, dass sie die Türsteher möglicherweise nicht wegen Totschlags verurteilen - und folgten am Ende dem BGH.

Richter: Tod nicht billigend in Kauf genommen

Zur Begründung sagten sie, die Türsteher hätten zwar gewusst, dass der Mann sterben könnte, wenn sie ihn so brutal treten und schlagen. Aber sie hätten darauf vertraut, dass er nicht sterben würde. Damit hätten sie den Tod des 31-Jährigen nicht billigend in Kauf genommen. Eine Bedingung für den Totschlag falle somit weg.

Nach Überzeugung des Gerichts wurden die Türsteher in den Keller der Diskothek gerufen, weil es dort ein Gerangel gab. Als sie den Konflikt lösen wollten, habe der 38-Jährige einen Schlag von hinten erhalten und fälschlicherweise geglaubt, er sei von dem Briten gewesen. Deshalb wollten die Türsteher laut Urteil den Mann rauswerfen. Dagegen habe der sich aber gewehrt. Binnen weniger Augenblicke sei es zu den letztlich tödlichen Tritten und Schlägen gekommen. Weil die Tat so schnell abgelaufen sei, habe keiner der Angeklagten den Entschluss gefasst, den Mann auch zu töten.

Strafmaß unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft

Diese komplizierte juristische Konstruktion sorgte vor allem bei der Familie des Briten, die auch diesen zweiten Prozess aufmerksam verfolgt hatte, für Missfallen. Sowohl die Mutter und die Geschwister des Opfers sehen weiterhin in der Tat einen Totschlag.

Auch die Staatsanwaltschaft hatte auf Totschlag plädiert. Nach ihrer Überzeugung hatten die Türsteher ohne jeglichen Anlass auf den Briten eingeschlagen und eingetreten. Sie beantragten deshalb für die beiden Haupttäter wegen Totschlags acht und zehn Jahre Haft. Die Verteidiger hatten dagegen Bewährungsstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung beantragt. Auch gegen dieses Urteil können Angeklagte und Staatsanwältinnen erneut Revision einlegen.

Quelle: http://www.hr-online...cument_52297367

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